Klein-Tobis Tatsachen
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Ziehen, nicht blasen!

In einem oberfränkischen Kuhdorf zu leben bringt einige nicht von der Hand zu weisende Nachteile mit sich. Ich habe - nach wie vor - kein DSL, wenn ich mir in die Hose mache, weiß es zwei Minuten später der Bürgermeister und wenn der einzige Gemischtwarenladen des Dorfes 3 Wochen Urlaub macht, muss ich mir mein Zuckergesöff an der Tanke holen. Doch in so einem Ort zu leben hat auch Vorteile. Es zeigt einem immer wieder die unglaublichsten Phänomene der Gattung Mensch. So geschehen gerade eben, als ich mir mein völlig überteuertes Spezi an der Tanke geholt habe.

Die Schlange war an diesem Mittwoch morgen mal wieder ganz ordentlich, insgesamt vier Kunden warteten darauf, zu zahlen. An der Kasse, wie immer bis 8.00 Uhr, die mürrisch-langsame Oma des Hauses. Nun gut, das ist ein notwändiges Übel, das ich in Kauf zu nehmen bereit war. Anmaßend wurde es, als ich von hinten plötzlich zugestunken wurde. Ja, da stand doch auf einmal einer unserer landwirtschaftlich bewanderten Mitbürger hinter mir, ein Kollege im Blaumann, dessen ursprüngliche Farbe ich nur durch die landläufige Bezeichnung dieses Mode-Accessoires erahnen konnte. " 'Morgen!" säuselte ich in demonstrativem Hochdeutsch, man kennt sich in diesem Kaff schließlich. Immer.

Da die geruchsintensive Fahne nach Mist, Gülle und mindestens einer fehlenden Dusche unweigerlich nach vorne zog, klinkte ich mich durch eine improvisierte Hechtrolle nach hinten aus der Schlange aus und betrachtete beschäftigt die heute neu erschienenen PC-Magazine. Sowas, die waren ja wirklich neu, das sollte doch nur ein unauffälliges Zurückziehen werden. Na egal. Vertieft in die Titelblätter meiner Lieblingslektüre vernahm ich mit halbem Ohr, dass mein einstiger Hintermann, der mit dem Gülle-Blaumann, mittlerweile bei der Tanken-Oma angekommen war, seine Füllung und eine Bild-Zeitung zu zahlen bereit war und dann im besten Oberfränkisch einen höchst spektakulären Satz begann. Ich zitiere lautmalerisch: "Servus Meicheredd..." - zu deutsch in etwa "Guten Morgen Margarete" - "... gibbsd mer nu a Schachdl rode Gauloises!" Bitte wie? Er hatte tatsächlich Gauloises gesagt? Unfassbar. Ich hatte mich auf "Gauleuses" oder ein ähnliches lautmalerisches Gebrabbel eingestellt aber am Ende seines urfränkischen Schreis nach Nikotin setzt dieser Bauerntrampel ein völlig korrekt ausgesprochenes französisches Wort ein! Ja, wo sind wir denn?

Ich stand völlig verwirrt vor dem Zeitschriften-Regal und hatte Mühe, meinen erstaunten Blick von den beiden geschäftigen Personen an der Kasse wegzurichten, immerhin wollte ich kein heiser gebrülltes "Wennsders lesen willsd, kaafsters gfälligst!!" - zu deutsch etwa "Wenn du das Printmedium verinnerlichen möchtest, solltest du es käuflich erwerben!" - riskieren. Nicht auf nüchternem Magen. Mein Französischlehrer sagte mir damals in der Schule immer "Dein Sprachgefühl sucht man vergebens...!" Sucht .... jaja, was die Sucht alles bewirkt. Da wird selbst der ungewaschene Bauerntrampel zum Globetrotter. Aber vermutlich weiß er nicht mal, was das ist. Kann man ja nicht rauchen.

Ihr,
Klein-Tobi
29.8.07 08:19


Hallo Mister Gott, hier spricht ... "weg, du Gör', hier spreche ICH!"

Hallo du da oben!

man gibt dir landläufig und über die weite Welt verteilt viele verschiedene Namen. Der "Hippster from Heaven", der "Holy Roller" oder wie auch immer! Warum ich mich heute an dich wende? Simpel: ich habe morgen eine Matheklausur. Und du kennst mich, ich bin ein Versager in Mathe. Keine Null, eher eine leere Menge, um der Materie treu zu bleiben. Der Stoff, über den ich morgen schreibe, hat im Gymnasium damals dafür gesorgt, dass ich durchgerasselt bin und nur eine gemittelte Reife habe. Jetzt tu ich mir den ganzen Scheiß noch mal an, weil ich das mit dem Abitur noch nicht ganz abgeschrieben habe.

Soll ich dir was sagen? Vor sechs Jahren, war das eine 5 und morgen, das garantiere ich dir, wird es eine 3. Muss es. geht garnicht anders. Das ist quasi die Definitionsmenge dieser Gleichung. Jaja, so ist das. Ich bin kein Fan von Prüfungen, mir geht jetzt schon die Düse. Aber weißt du was? Du kannst mir helfen! Du kannst mir helfen mich zu beruhigen und gut zu schlafen. Mit Beten allein ist das nicht getan, da musst du schon deinen Teil dazu tun - also bitte ich dich da oben inständig und voller Verzweiflung....


... HÖR AUF, AUF MEIN DACHFENSTER ZU KACKEN, DU BESCHEUERTE TAUBE!!!

Dein, Klein-Tobi
2.3.07 17:59


The storm is over...

Kyrill wütet über Deutschland und fordert Sachschäden und Todesopfer, Bavaria`s Own Edmund Stoiber kündigt seinen Rücktritt von allen Ämtern an und Klein-Tobi schreibt nach fast vier Monaten Abstinenz wieder einen Blogeintrag. Himmel, Arsch und Zwirn, was für eine ereignisreiche Frühlingszeit. Frühling, Winter, wie auch immer - das Wetter ist pervers und unnatürlich. Ich muss in diesen Tagen an den guten alten Kevin Costner denken, der mit "Waterworld" eine durchaus nicht unrealistische Vision erschaffen hat. Ist unser blauer Planet in zwei, drei ... Millionen Jahren wirklich nur noch blau? Überall Wasser? Durchaus möglich, immerhin: Sylt bröckelt in diesen Tagen rapide unter der Hand weg... damit passt ja, dass Kevin, der sich einst den Wolf tanzte, in seinem letzten Film den Rettungsschwimmer markierte - nicht so einen wie in Baywatch, nein - nen richtigen, mit Eiern!

Und ich? Ich bin ein alter Sack. Mein Geburtstag liegt wieder einmal hinter mir, seit knapp 36 Stunden bin ich 24 Jahre alt. Und erst neulich kam mein jüngerer Bruder auf mich zu und sagte "Mein Gott Dobias (fränkisches "T"), du wirst ja obenrum langsam kahl!" - was brülle ich entnervt zurück? "Das ist erblich, du Sack - genieße die Jahre, die du noch hast!"

Geburtstag ... ja, das ist so der ultimative "Wahrheit oder Pflicht"-Tag für die Menschen um mich. Jedes Jahr aufs Neue ist die Liste der Gratulanten mehr als interessant. Es ist schön zu erleben, dass ICQ-Freunde gratulieren, die ICH nicht mal mehr in der Liste habe. Es ist schön, dass die versammelte GBase-Belegschaft gratuliert hat und es ist schön, dass ehemalige Berufsschul-Genossen an mich gedacht haben. Man freut sich über Foreneinträge vom Umfang eines "hb" ("Ich hab keine Zeit"-Sprache für Happy Birthday) ebenso wie über eine alberne ICQ-Grußkarte oder eine liebe SMS. Man freut sich über überraschende Anrufe von Menschen, mit denen man nicht gerechnet hätte, man freut sich, dass viele Menschen an den Ehrentag denken, oder wenigstens ihren Birthday-Reminder bedienen können. Man freut sich über den Freund, den man seit dem Kindergarten kennt, ihn nur noch zweimal im Monat zum XBox-Spielen trifft und der trotz massiver Schusseligkeit eines nicht vergisst: meinen Geburtstag.

Und man ist ebenso erstaunt, jedes Jahr aufs Neue, über die Menschen die es vergessen. Die früheren Redaktions-Kollegen, Arbeitskollegen, Vereinskumpanen und andere Personen. Nicht jedem unterstelle ich Absicht, die meisten haben es nicht gewusst oder bemerkt. Trotzdem, mit manchen hätte man nicht gerechnet .... interessant, nicht wahr?

Ihr, Klein-Tobi
19.1.07 18:58


Vertippert!

Ein kleines Schmankerl für die eingefleischten PC-Spieler unter Ihnen. Vorbildlich, wenn der Fachmarkt von nebenan auf die benötigte Internetverbindung hinweist. Dumm nur, wenn dabei der Rest nur schlampig umgesetzt wird ...



Ihr, Klein-Tobi
13.9.06 17:56


Ich bin Doug!

Fernab sämtlicher Telenovela-Hochzeiten möchte ich heute auf ein ernstes Thema zu sprechen kommen. Viele Menschen kennen mich nur aus diversen Instant Messengern, nur wenige, die diesen Blog lesen, kennen mich persönlich. Da stellt sich früher oder später unweigerlich die Frage: "Was is Klein-Tobi eigentlich für einer?". Die Antwort liefert meine Freundin. Jedesmal, wenn ich neben ihr auf der Couch sitze und wir zusammen eine Folge der Kabel Eins-Sitcom "King of Queens" sehen, höre ich diesen merkwürdigen Satz von ihr. "Schatz, das bist DU!".

Auf wen sie sich bezieht? Kenner der Serie können es sich denken. Ich bin Doug Heffernan, der leicht übergewichtige Paketfahrer, verkörpert von Comedian Kevin James. Das Verhalten, die Sprüche, die Reaktionen, der Blick ... all das soll bei mir frappierende Ähnlichkeit mit dem Serien-Mann haben. Und wissen sie was? Es stimmt. Ich gebe es ungern zu aber bei vielen Situationen und Szenen aus der Serie denke ich mir insgeheim oft "Ja, das hätte ich jetzt auch gesagt oder gemacht." Einerseits ist das irgendwie beängstigend, andererseits eine Einnahmequelle für schlechte Zeiten. Wenn es irgendwann nicht mehr so läuft, werde ich einfach Sitcom-Star.

Also, wenn Sie mal sehen wollen, wie sich Klein-Tobi im Alltag verhält, schauen Sie mal rein bei "King of Queens" .... gefräßig, egoistisch, dumme Sprüche aber am Ende doch einfach nur zum Knuddeln ;o)
1.9.06 11:31


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